Geschichte der
Schaf- und Ziegenhaltung
in Spanien
Dieses Kapitel wird einen Einblick in
die Geschichte der Schaf- und Ziegenhaltung in Spanien
geben. Diese Geschichte ist in Spanien zuallererst die
der Schafe, die lange Zeit eine Haupteinnahmequelle des
Landes bildeten. Immerhin war die Schafhaltung gegen
Mitte dieses Jahrtausends auch von ganz entscheidender
politischer Bedeutung. Zunächst trugen Einnahmen aus dem
Wollexport dazu bei, die Vertreibung der islamischen
Mauren von der iberischen Halbinsel zu finanzieren. Als
sich die Mauren am 1. Januar 1492 zurückzogen aus ihrer
letzten Bastion, aus Granada zurückzogen, wurde 6.
Januar dem am spanischen Hofe um Unterstützung bittendem
Cristobal Colón, oder auf deutsch Christoph Kolumbus
seine Reise nach West-Indien finanziert.
Die Folgen dieser Reise sind Weltgeschichte.
Ziegen waren in Spanien von geringerem
wirtschaftlichen und damit auch politischen Interesse.
Sie wurden vor allem wegen der Milch von den Ackerbauern
in kleiner Stückzahl gehalten und war "die Kuh des
kleinen Mannes" (Alcala-Zamora,
1981). Allein bei den Mauren
(711-1498 n. Chr.) war die Ziegenhaltung auch
staatlicherseits von großem Interesse.
Das Verständnis der extensiven
Weidewirtschaft mit Schafen und Ziegen in der spanischen
Geschichte gibt ein Verständnis für ihre Bedeutung in
der Kultur des Landes. Wertschätzung und Beachtung für
diese Tiere innerhalb der spanischen Gesellschaft werden
dadurch verständlicher.
Zur Schaf- und
Ziegenhaltung in Spanien siehe weiter:
Von den Anfängen bis zu den Westgoten (bis 711
n. Chr.)
Die Mauren auf der iberischen Halbinsel (711 bis
1492)
Die mesta: das Herdenrecht in Spanien
(1273 bis 1836)
Nach der mesta: eine neue Zeitrechnung
für die Herden (1236 bis 1985)
Die Gegenwart: Spanien in der EU (ab 1985)
Standorte - Weidepflanzen - Weidetiere - Systeme - Homepage - E-Mail
Weitere Informationen zur Landwirtschaft: http://www.agrar.de
|